Ach Leute - ich komme einfach nicht mehr zum Schreiben. Dieses Schuljahr schafft mich total, dass ich kaum mehr zum Flamencogitarre spielen komme (die Überschrift bezieht sich also auf meine Situation, nicht auf die Videos). Aber dafür sind andere fleißig und stellen das Geübte aus GGMs Schule in YouTube rein. Loul (oder wie er auch immer heisst) aus der Pfalz spielt locker die Graf-Martinez-Flamencostücke auf'm Fußboden. Zuerst die Rumba Track 14 (wurde von mir schon angesprochen):
Mal abgesehen davon, dass er keine Flamenco-Gitarre spielt, klingt es doch ziemlich gut. Hier noch ein zweites Video von ihm, der Paso Lento in der Alegría:
Ich denke schon, dass diese Videos, vor allem für diejenigen, die nicht die DVDs besitzen, doch ziemlich hilfreich sind. Zudem ist es doch interessant, wie andere Flamencogitarre spielen, die aus dem selben Lehrwerk lernen.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Donnerstag, 23. August 2007
Flamencogitarre = Flamenco guitar
So die Ferien sind vorbei. Eigentlich wollte ich lernen und viel Flamencogitarre üben, aber „leider“ ergab sich doch noch kurzfristig ein längerer Aktiv-Urlaub auf'm Wasser, wo ich meine Gitarre leider nicht mitnehmen konnte. Aber jetzt lege ich wieder richtig los, sofern die Schule nicht zu viel stresst.
(A little bit off topic)
Lustig - diesen Link erhielt ich soeben von einem amerikanischen Flamencogitarristen, der durch das Nagelvideo auf mein Blog stieß.
Die Amis haben doch tatsächlich ein Video-Portal, wo jede/r per Video ein Produkt besprechen kann, also „so-called experts“ können einen Warentest von sich geben. Das nennt sich dann: A new way to learn about products - before you buy.
Hier das Video von Mike:
Hier der direkte Link: Learn to play Flamenco Guitar
(A little bit off topic)
Lustig - diesen Link erhielt ich soeben von einem amerikanischen Flamencogitarristen, der durch das Nagelvideo auf mein Blog stieß.
Die Amis haben doch tatsächlich ein Video-Portal, wo jede/r per Video ein Produkt besprechen kann, also „so-called experts“ können einen Warentest von sich geben. Das nennt sich dann: A new way to learn about products - before you buy.
Hier das Video von Mike:
Hier der direkte Link: Learn to play Flamenco Guitar
Montag, 16. Juli 2007
Flamenco: Fandango und Sevillanas
Tja - der Fandango und die Sevillana haben doch etwas länger gedauert. a) lag es daran, dass die Tresillos eben lange nicht so locker kamen, um sie zu spielen; b) versuchte ich GGM* zu überreden, nachdem er mir via iChat-Video den Fandango und die Sevillana vorgesungen und vorgepielt hat, diese auf dem Blog zu veröffentlichen. Dies will er aber unter keinen Umständen, da ihm sein 'Gesinge' (O-Ton) peinlich wäre. Ich finde, dass es super klingt, respektiere aber selbstverständlich sein Haltung.
Obwohl die Melodie des Fandangos und der Sevillana auf der DVD zu hören ist, fällt es einem, zumindest mir, schwer, die 'letras' in die Notenabfolge zu packen. Zwischen Notation und Reproduktion ist eben immer noch ein großer Unterschied, vor allem was die 'voz' (Stimme) betrifft. Mein Gitarrenlehrer (Jazz) verlangte immer zuerst, bevor man eine Line, Theme, oder Lick auf der Gitarre spielte, sie/es zuerst zu singen. Anfangs nervt das, aber später wird einem die Wichtigkeit sehr wohl bewusst. „Ein Musiker, der nicht bereit ist zu singen, kann gleich aufhören“, war/ist seine Meinung. Da ich auch ab und an in der Schulband ans Micro trat und auch auf jeder Fete zur Klampfe Oldies singe, d. h. mir das Singen Spaß macht, will ich eben auch zumindest die folkloristischen Flamencostücke singen können - ich muss es ja nicht öffentlich machen. Darum war es eine große Hilfe, dass GGM mir das zeigte. Nun übe ich kräftig, meine Stimme und meine Tresillos unter einen Hut zu kriegen - und wie GGM meinte, in dem Moment, wo das Gitarrespiel Nebensache wird, also der Gesang die Hauptsache, klingt es auch plötzlich auf der Gitarre. Zudem empfahl er mir ein sehr gutes Buch 'Guia del Flamenco', in dem alle Palos beschrieben und auch auf zwei beiliegenden CD zu hören sind. Dieses Buch wurde von Andalucía.org herausgegeben, die auch eine Webseite haben, wo diese Palos in Kurzform zu hören sind - Palos (auf die Region Huelva klicken). Die Beispiele sind ziemlich authentisch, ich meine ohne modernen Instrumentierungskram. Übrigens: Es ist nicht unbedingt von Vorteil, dass man die angebotenen Sprachenversionen verwendet - wird doch z. B. in der deutschen Version 'Palos', also Stile/Gattungen mit 'Holzstäbe' übersetzt :-))
Sehr gut finde ich auch das Beispiel hier:
Der zweite Cantaor ist mir ein bisschen zu viel Melodram, zu pathetisch, da sehe ich doch die Parallelen zum manchen Lyrics im Blues: „I bought her diamond rings but she left me“. Vor allem im seinem zweiten Fandango musste ich des Textes und seiner Gestig wegen schon etwas schmunzeln: „because I´ve cried so much - the glass is full“ (ja - ich weiss, im Spanischen hört es sich viel schöner an). Aber der Schluß, wenn der Chor Fandango de Alosno singt, ist mega-schön. Überhaupt gefällt mir Alosno am besten (siehe/höre Camaron: Calle Real), vor allem wie die Andalusier/Huelvanos es aussprechen: Alohno - mit einem gehauchten 'h' .
Traditionelle Sevillanas zu finden, ist schon etwas schwieriger. Meistens sind sie fürchterlich verdöddelt, dass es fast nicht zu ertragen ist. Grunsätzlich gehen mir Techno-Samples und Knöpfedrücker-Gedöns krass auf den Keks, egal in welcher Musik, aber bei unseren andalusischen Freunden scheint es so, als hätten sie manchmal jegliches Maß verloren.
Auf der Suche, die Sevillanas 'Sueña la Margarita' aus GGM´s Flamenco-Schule im Original zu hören, bin ich hier bei iTunes fündig geworden: (1) Los Amigos de Ginés und aus der CD ' (2) Raya Real - Sevillanas para bailar. Das 25-Sec-Hörbeispiel reicht aus um eine Copla zu hören. Wem´s gefällt - kann´s ja kaufen.
*) Gerhard Graf-Martinez
Obwohl die Melodie des Fandangos und der Sevillana auf der DVD zu hören ist, fällt es einem, zumindest mir, schwer, die 'letras' in die Notenabfolge zu packen. Zwischen Notation und Reproduktion ist eben immer noch ein großer Unterschied, vor allem was die 'voz' (Stimme) betrifft. Mein Gitarrenlehrer (Jazz) verlangte immer zuerst, bevor man eine Line, Theme, oder Lick auf der Gitarre spielte, sie/es zuerst zu singen. Anfangs nervt das, aber später wird einem die Wichtigkeit sehr wohl bewusst. „Ein Musiker, der nicht bereit ist zu singen, kann gleich aufhören“, war/ist seine Meinung. Da ich auch ab und an in der Schulband ans Micro trat und auch auf jeder Fete zur Klampfe Oldies singe, d. h. mir das Singen Spaß macht, will ich eben auch zumindest die folkloristischen Flamencostücke singen können - ich muss es ja nicht öffentlich machen. Darum war es eine große Hilfe, dass GGM mir das zeigte. Nun übe ich kräftig, meine Stimme und meine Tresillos unter einen Hut zu kriegen - und wie GGM meinte, in dem Moment, wo das Gitarrespiel Nebensache wird, also der Gesang die Hauptsache, klingt es auch plötzlich auf der Gitarre. Zudem empfahl er mir ein sehr gutes Buch 'Guia del Flamenco', in dem alle Palos beschrieben und auch auf zwei beiliegenden CD zu hören sind. Dieses Buch wurde von Andalucía.org herausgegeben, die auch eine Webseite haben, wo diese Palos in Kurzform zu hören sind - Palos (auf die Region Huelva klicken). Die Beispiele sind ziemlich authentisch, ich meine ohne modernen Instrumentierungskram. Übrigens: Es ist nicht unbedingt von Vorteil, dass man die angebotenen Sprachenversionen verwendet - wird doch z. B. in der deutschen Version 'Palos', also Stile/Gattungen mit 'Holzstäbe' übersetzt :-))
Sehr gut finde ich auch das Beispiel hier:
Der zweite Cantaor ist mir ein bisschen zu viel Melodram, zu pathetisch, da sehe ich doch die Parallelen zum manchen Lyrics im Blues: „I bought her diamond rings but she left me“. Vor allem im seinem zweiten Fandango musste ich des Textes und seiner Gestig wegen schon etwas schmunzeln: „because I´ve cried so much - the glass is full“ (ja - ich weiss, im Spanischen hört es sich viel schöner an). Aber der Schluß, wenn der Chor Fandango de Alosno singt, ist mega-schön. Überhaupt gefällt mir Alosno am besten (siehe/höre Camaron: Calle Real), vor allem wie die Andalusier/Huelvanos es aussprechen: Alohno - mit einem gehauchten 'h' .
Traditionelle Sevillanas zu finden, ist schon etwas schwieriger. Meistens sind sie fürchterlich verdöddelt, dass es fast nicht zu ertragen ist. Grunsätzlich gehen mir Techno-Samples und Knöpfedrücker-Gedöns krass auf den Keks, egal in welcher Musik, aber bei unseren andalusischen Freunden scheint es so, als hätten sie manchmal jegliches Maß verloren.
Auf der Suche, die Sevillanas 'Sueña la Margarita' aus GGM´s Flamenco-Schule im Original zu hören, bin ich hier bei iTunes fündig geworden: (1) Los Amigos de Ginés und aus der CD ' (2) Raya Real - Sevillanas para bailar. Das 25-Sec-Hörbeispiel reicht aus um eine Copla zu hören. Wem´s gefällt - kann´s ja kaufen.
*) Gerhard Graf-Martinez
Donnerstag, 12. Juli 2007
Flamenco, Gitarre und Ferien ...
Juuhuuuuuuuh - endlich FERIEN !!! Nach einer kurzen Erholungsphase vom Schuljahr-Ende-Stress werde ich wieder schreiben (Schrägstrich) üben! Unsere Pauker sind echt doof - 'same procedure as every year' mit den Klassenarbeiten kurz vor den Ferien.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Tresillos im Tangos- und Soleá-Compás
Den Beschreibungstext in Tresillo IV, was den räumlichen Abstand betrifft, habe ich nicht wirklich verstanden. Aber auch da hilft der Maestro - ich versuch's mal wieder zu geben, mit meinem Physik-und-Mathe-Verständnis:Wenn man die Video-Tracks zu den Tresillos in Zeitlupe anschaut, ist deutlich zu erkennen, dass sich die Distanz zwischen Daumen und den Fingern mit zunehmender Geschwindigkeit verringert und die Bewegung, also die Amplitude der tangentialen Bewegung, kleiner wird. Das Problem beim Beginner (also auch bei mir) ist, dass die Stellung der Finger / Daumen bei Geschwindkeitsänderungen noch nicht austariert ist. Bis hierfür ein gewisses Gefühl entwickelt wird, soll angeblich dauern. Darum möglichst lange langsam üben. Gilt für jede Technik - sagen die Profis.
Zu Tangos-Compás mit Tresillos
Als wenn die Tresillos (die hier wie richtig erwähnt im Buch, keine sind) einigermaßen laufen, sollte man sie auch in Naino IV anwenden. Meiner Meinung nach klingt das auch viel besser, zumindest bei mir.
Zu Soleá-Compás mit Tresillos I
Zuerst dachte ich: Moment mal - das ist ja wohl ein Fehler im Buch. Als Überschrift steht „Soleá-Compás mit Tresillos I“ und angewendet wird Tresillos III. Ich wurde aber aufgeklärt, es ist ein typografischen Fehler, es sollte heißen „Soleá-Compás mit Tresillos (Übung I - IV). Okay - die I übe ich mit Tresillo II, wobei ich beim Übergang am Schluß zur Remate einfach nicht schnell genug bin.
Zu Soleá-Compás mit Tresillos II
Diese Übung geht technisch ganz gut - rhythmisch ist sie echt tricky (zwei 16tel-Triolen und dann vier 16tel).
Zu Soleá-Compás mit Tresillos III
Das Tresillo mit m-i-i wurde bei den Übungen überhaupt nicht behandelt. Aber warum nicht? Im Grunde genommen ist es ein a-m-i-i-Rasgueo ohne a ;-)
Zu Soleá-Compás mit Tresillos IV
Tja - in der Soleá steht ja einiges im Angebot, was die Rasgueos betrifft. Das p-a-i-p läuft nur ganz träge. Das benötigt bei mir weitaus mehr Übungsaufwand wie all die anderen. Ebenso der Übergang zur Remate - Arrrgh $°|&\?!
- Nach jedem Solo, das ich in unserer Schulband spielte, hatte unser zweiter Gitarrist immer dieselbe Ansage drauf: „Reine Übungssache“! - Jedes Mal wenn er eins zu spielen hatte - klappte es nie.
Mittwoch, 20. Juni 2007
Triolen-Rasgueo - Tresillos - Staubwedel
So - jetzt habe ich zwei Wochen fast ausschließlich die Tresillos (Triolen) geübt. Wenn man sich das auf der DVD anschaut, natürlich auch bei anderen Flamenco-Gitarristen, erinnert mich die Bewegung unweigerlich an einen plumero (Staubwedel). Irgendwo im Web las ich auch die Bezeichnung abanico (= Fächer; da die Hand wie beim Wedeln mit dem Fächer bewegt wird). Ein paar Tage konnte ich mit dem pulgar (Daumen) nicht spielen, wegen einer Riesenblase. Meine Vater (spielte früher Bass-Gitarre) meinte: Die Blase mit einer Nadel am Rand aufstechen, die Flüssigkeit herausdrücken, dass 1. Luft rankommt, aber kein Schmutz eindringt und 2. die Haut sich so schnell wie möglich ablöst und sich neu, ja sogar Hornhaut bildet. Gesagt - getan. Es war zwar mit Schmerz verbunden, aber jetzt spüre ich fast nichts mehr.Der Reihe nach: Tresellios 1 übte ich wohl am meisten, nicht weil es am besten lief, sondern weil mir es am besten gefällt. Ja ich weiss, man soll all eine gewisse Zeit üben um sich ein Urteil zu bilden, aber I und II sind für mich die Favoriten. Tresillos III ist mir wirklich zu zart und zudem, setze ich den meñique (kleiner Finger) eh nie ein. Tresillo IV braucht noch eine gewisse Zeit, ist aber auch nicht schlecht.
Mann-o-mann - das dauert aber, bis das einigermaßen läuft, bzw. klingt wie auf der DVD. Vor allem, dass es sich tatsächlich nach einem Dreier anhört - also: TaDaDaTaDaDaTaDaDa ... Das hatten wir im Musikunterricht schon, dass Anfang und Ende einer Triole zu erkennen sein sollte. Schon die alten Rock-n-Roller spielten mit dem Plektrum eine
(1)Ab-(2)Auf-(3)Ab-Bewegung, also





mit Betonung auf der (1)Bei Tresillos 1 erfolgt die Betonung durch den
ma-Abschlagma
p
p
bei Tresillos II mit p
ma
p
Folgendes sagte mir heute Graf-Martinez noch via iChat (er arbeitet am Mac, so können wir jetzt, nach unserer Bekanntschaft, per Video-Chat kommunizieren - juhu, so kann er mir ab und an auch ein bisschen Unterricht geben - ja das geht echt super!): Da das Triolen-Spielen auch eine mentale Angelegenheit sei, wäre es sehr entscheident, das man den Anfang der Triole auch stets empfinde (im Idealfall auch der Zuhörer). Um dies für sich selbst zu Üben hilft folgende Übung:
[ma p p] [ma p p] [ma p p] [ma p p] [ma p p] [ma p p] [ma p p] [ma p p]
Also nach mehrmaligem [ma p p] umwechseln auf [p p ma], ohne aussetzen.
Diese Übung ist echt cool und geht auch unter der Schulbank ;-)
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