Dienstag, 20. November 2007

Flamencogitarre: Saiten-Rasseln, -Schrammeln, Handmixer

Da sträuben sich jedem Flamenco-Gitarristen (Flamencogitarre-Übenden) die Haare. Selbst wenn es mit Flamencogitarre und Rasgueado nicht viel zu tun hat, ist die Reaktion derer, denen ich das Video zeigte (alles Flamenco-Nichts-Wissende) durchweg dieselbe: „Geht doch - was übst du denn so viel?“
Dieses dumpfbackige Video aus einer amerikanischen TV-Show finde von der Idee her, als Gag, nicht schlecht. Auf einfachste Weise wird das Verständnis des „Laien“ demonstriert, wie dieses Rasseln, Schrammeln auf den Saiten, oder wie-das-auch-immer-heisst, zustande kommt, bzw. wie man auf der (Flamenco)- Gitarre „einen Flamenco“ spielt.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Flamencogitarre am (Fuß)-Boden.

Ach Leute - ich komme einfach nicht mehr zum Schreiben. Dieses Schuljahr schafft mich total, dass ich kaum mehr zum Flamencogitarre spielen komme (die Überschrift bezieht sich also auf meine Situation, nicht auf die Videos). Aber dafür sind andere fleißig und stellen das Geübte aus GGMs Schule in YouTube rein. Loul (oder wie er auch immer heisst) aus der Pfalz spielt locker die Graf-Martinez-Flamencostücke auf'm Fußboden. Zuerst die Rumba Track 14 (wurde von mir schon angesprochen):




Mal abgesehen davon, dass er keine Flamenco-Gitarre spielt, klingt es doch ziemlich gut. Hier noch ein zweites Video von ihm, der Paso Lento in der Alegría:




Ich denke schon, dass diese Videos, vor allem für diejenigen, die nicht die DVDs besitzen, doch ziemlich hilfreich sind. Zudem ist es doch interessant, wie andere Flamencogitarre spielen, die aus dem selben Lehrwerk lernen.

Donnerstag, 23. August 2007

Flamencogitarre = Flamenco guitar

So die Ferien sind vorbei. Eigentlich wollte ich lernen und viel Flamencogitarre üben, aber „leider“ ergab sich doch noch kurzfristig ein längerer Aktiv-Urlaub auf'm Wasser, wo ich meine Gitarre leider nicht mitnehmen konnte. Aber jetzt lege ich wieder richtig los, sofern die Schule nicht zu viel stresst.

(A little bit off topic)
Lustig - diesen Link erhielt ich soeben von einem amerikanischen Flamencogitarristen, der durch das Nagelvideo auf mein Blog stieß.

Die Amis haben doch tatsächlich ein Video-Portal, wo jede/r per Video ein Produkt besprechen kann, also „so-called experts“ können einen Warentest von sich geben. Das nennt sich dann: A new way to learn about products - before you buy.

Hier das Video von Mike:






Hier der direkte Link: Learn to play Flamenco Guitar

Montag, 16. Juli 2007

Flamenco: Fandango und Sevillanas

Tja - der Fandango und die Sevillana haben doch etwas länger gedauert. a) lag es daran, dass die Tresillos eben lange nicht so locker kamen, um sie zu spielen; b) versuchte ich GGM* zu überreden, nachdem er mir via iChat-Video den Fandango und die Sevillana vorgesungen und vorgepielt hat, diese auf dem Blog zu veröffentlichen. Dies will er aber unter keinen Umständen, da ihm sein 'Gesinge' (O-Ton) peinlich wäre. Ich finde, dass es super klingt, respektiere aber selbstverständlich sein Haltung.

Obwohl die Melodie des Fandangos und der Sevillana auf der DVD zu hören ist, fällt es einem, zumindest mir, schwer, die 'letras' in die Notenabfolge zu packen. Zwischen Notation und Reproduktion ist eben immer noch ein großer Unterschied, vor allem was die 'voz' (Stimme) betrifft. Mein Gitarrenlehrer (Jazz) verlangte immer zuerst, bevor man eine Line, Theme, oder Lick auf der Gitarre spielte, sie/es zuerst zu singen. Anfangs nervt das, aber später wird einem die Wichtigkeit sehr wohl bewusst. „Ein Musiker, der nicht bereit ist zu singen, kann gleich aufhören“, war/ist seine Meinung. Da ich auch ab und an in der Schulband ans Micro trat und auch auf jeder Fete zur Klampfe Oldies singe, d. h. mir das Singen Spaß macht, will ich eben auch zumindest die folkloristischen Flamencostücke singen können - ich muss es ja nicht öffentlich machen. Darum war es eine große Hilfe, dass GGM mir das zeigte. Nun übe ich kräftig, meine Stimme und meine Tresillos unter einen Hut zu kriegen - und wie GGM meinte, in dem Moment, wo das Gitarrespiel Nebensache wird, also der Gesang die Hauptsache, klingt es auch plötzlich auf der Gitarre. Zudem empfahl er mir ein sehr gutes Buch 'Guia del Flamenco', in dem alle Palos beschrieben und auch auf zwei beiliegenden CD zu hören sind. Dieses Buch wurde von Andalucía.org herausgegeben, die auch eine Webseite haben, wo diese Palos in Kurzform zu hören sind - Palos (auf die Region Huelva klicken). Die Beispiele sind ziemlich authentisch, ich meine ohne modernen Instrumentierungskram. Übrigens: Es ist nicht unbedingt von Vorteil, dass man die angebotenen Sprachenversionen verwendet - wird doch z. B. in der deutschen Version 'Palos', also Stile/Gattungen mit 'Holzstäbe' übersetzt :-))

Sehr gut finde ich auch das Beispiel hier:

Der zweite Cantaor ist mir ein bisschen zu viel Melodram, zu pathetisch, da sehe ich doch die Parallelen zum manchen Lyrics im Blues: „I bought her diamond rings but she left me“. Vor allem im seinem zweiten Fandango musste ich des Textes und seiner Gestig wegen schon etwas schmunzeln: „because I´ve cried so much - the glass is full“ (ja - ich weiss, im Spanischen hört es sich viel schöner an). Aber der Schluß, wenn der Chor Fandango de Alosno singt, ist mega-schön. Überhaupt gefällt mir Alosno am besten (siehe/höre Camaron: Calle Real), vor allem wie die Andalusier/Huelvanos es aussprechen: Alohno - mit einem gehauchten 'h' .

Traditionelle Sevillanas zu finden, ist schon etwas schwieriger. Meistens sind sie fürchterlich verdöddelt, dass es fast nicht zu ertragen ist. Grunsätzlich gehen mir Techno-Samples und Knöpfedrücker-Gedöns krass auf den Keks, egal in welcher Musik, aber bei unseren andalusischen Freunden scheint es so, als hätten sie manchmal jegliches Maß verloren.

Auf der Suche, die Sevillanas 'Sueña la Margarita' aus GGM´s Flamenco-Schule im Original zu hören, bin ich hier bei iTunes fündig geworden: (1) Los Amigos de Ginés und aus der CD ' (2) Raya Real - Sevillanas para bailar. Das 25-Sec-Hörbeispiel reicht aus um eine Copla zu hören. Wem´s gefällt - kann´s ja kaufen.

*) Gerhard Graf-Martinez

Donnerstag, 12. Juli 2007

Flamenco, Gitarre und Ferien ...

Juuhuuuuuuuh - endlich FERIEN !!! Nach einer kurzen Erholungsphase vom Schuljahr-Ende-Stress werde ich wieder schreiben (Schrägstrich) üben! Unsere Pauker sind echt doof - 'same procedure as every year' mit den Klassenarbeiten kurz vor den Ferien.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Tresillos im Tangos- und Soleá-Compás

Den Beschreibungstext in Tresillo IV, was den räumlichen Abstand betrifft, habe ich nicht wirklich verstanden. Aber auch da hilft der Maestro - ich versuch's mal wieder zu geben, mit meinem Physik-und-Mathe-Verständnis:

Wenn man die Video-Tracks zu den Tresillos in Zeitlupe anschaut, ist deutlich zu erkennen, dass sich die Distanz zwischen Daumen und den Fingern mit zunehmender Geschwindigkeit verringert und die Bewegung, also die Amplitude der tangentialen Bewegung, kleiner wird. Das Problem beim Beginner (also auch bei mir) ist, dass die Stellung der Finger / Daumen bei Geschwindkeitsänderungen noch nicht austariert ist. Bis hierfür ein gewisses Gefühl entwickelt wird, soll angeblich dauern. Darum möglichst lange langsam üben. Gilt für jede Technik - sagen die Profis.

Zu Tangos-Compás mit Tresillos
Als wenn die Tresillos (die hier wie richtig erwähnt im Buch, keine sind) einigermaßen laufen, sollte man sie auch in Naino IV anwenden. Meiner Meinung nach klingt das auch viel besser, zumindest bei mir.

Zu Soleá-Compás mit Tresillos I
Zuerst dachte ich: Moment mal - das ist ja wohl ein Fehler im Buch. Als Überschrift steht „Soleá-Compás mit Tresillos I“ und angewendet wird Tresillos III. Ich wurde aber aufgeklärt, es ist ein typografischen Fehler, es sollte heißen „Soleá-Compás mit Tresillos (Übung I - IV). Okay - die I übe ich mit Tresillo II, wobei ich beim Übergang am Schluß zur Remate einfach nicht schnell genug bin.

Zu Soleá-Compás mit Tresillos II
Diese Übung geht technisch ganz gut - rhythmisch ist sie echt tricky (zwei 16tel-Triolen und dann vier 16tel).

Zu Soleá-Compás mit Tresillos III
Das Tresillo mit m-i-i wurde bei den Übungen überhaupt nicht behandelt. Aber warum nicht? Im Grunde genommen ist es ein a-m-i-i-Rasgueo ohne a ;-)

Zu Soleá-Compás mit Tresillos IV
Tja - in der Soleá steht ja einiges im Angebot, was die Rasgueos betrifft. Das p-a-i-p läuft nur ganz träge. Das benötigt bei mir weitaus mehr Übungsaufwand wie all die anderen. Ebenso der Übergang zur Remate - Arrrgh $°|&\?!

  • Nach jedem Solo, das ich in unserer Schulband spielte, hatte unser zweiter Gitarrist immer dieselbe Ansage drauf: „Reine Übungssache“! - Jedes Mal wenn er eins zu spielen hatte - klappte es nie.